Meine Bilder bestehen aus grobmaschiger Jute, Spachtelmasse und Acrylfarbe, manchmal Holzkohle, sowie Wachsfarbe. Ich denke mir zunächst einen Fels mit all seinen topografischen Finessen aus und spachtel diesen mit einem quasi dreidimensionalem Effekt auf die Jute. Danach erhält er von mir sein Leben durch die Acrylmalerei. Diese ist immer ein freier Prozess der farbigen Gestaltung. Er passiert meistens aus dem Bauch heraus. Ich male die komplizierten, gleichzeitig filigranen und mächtigen Strukturen des Steins mit seinen unterschiedlichen Metalleinlagerungen und Färbungen. Danach gestalte ich die Felswand mit Auerochsen, Wisenten, Urpferden, Hirschen oder Steinböcken, ähnlich wie der steinzeitliche Mensch.

Ich habe einige Bilderhöhlen besichtigen können. Somit durfte ich ein wenig Höhlenluft schnuppern. Durch das Betrachten der Kunstwerke innerhalb dieses ungewöhnlichen Raumes, bei völliger Dunkelheit, nur mit einer winzigen Lichtquelle, nahm ich einen mystischen Eindruck und eine wichtige Erfahrung für meine Malerei mit nach Hause. Ich habe die paläolithische Ausdrucksform verinnerlicht und kann dadurch frei, in ähnlichem Stile, meine Tierabbildungen gestalten.

In meine Bilder lasse ich weitere Ideen rund um die Höhlenmalerei miteinfließen: zum Beispiel eine Felssimulation aus Eisenoxydgestein oder Manganit, um zu zeigen woraus unsere Vorfahren ihre Farbpigmente herstellten. Oder von mir nachempfundene Zeichen und Piktogramme, welche unsere Vorfahren mit ihren Fingern auf den Fels brachten.

Es ist für mich ein Versuch die Anfänge der Malerei ästhetisch umzusetzen und ihre kultisch - religiöse Absicht nachzuempfinden.

 

Jürgen Bätz - "Höhlenmalerei"
Home
Galerie
meine Malerei
Kopie 033-001
Impressum
Kontakt